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Victoria Mullova

Viktoria Mullova studierte an der Zentralen Musikschule Moskau und am Moskauer Konservatorium. Die Geigerin erregte erstmals internationale Aufmerksamkeit, als sie 1980 den 1. Preis beim Sibelius-Wettbewerb sowie 1982 die Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb gewann. Es folgte 1983 ihre von großem Medienecho begleitete dramatische Flucht in den Westen. Seither musiziert sie mit den besten Orchestern und Dirigenten der Welt und tritt bei allen großen internationalen Festivals auf. Viktoria Mullova ist heute weltweit für ihre außerordentliche Vielseitigkeit und musikalische Integrität bekannt. Ihr Interesse gilt der ganzen musikalischen Bandbreite vom barocken und klassischen Repertoire bis hin zu zeitgenössischen Werken und den aktuellen Entwicklungen im Bereich Fusion und Experimentalmusik.

Seit einigen Jahren wird die Künstlerin vermehrt als Artist-in-Residence von bedeutenden Musikzentren eingeladen, u. a. vom Londoner Southbank Centre, dem Pariser Auditorium du Louvre und vom Wiener Konzerthaus. Ihre Leidenschaft für historische Aufführungspraxis führte zur Zusammenarbeit mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Il Giardino Armonico oder Venice Baroque. Zu den Höhepunkten in der Spielzeit 2012/2013 zählen unter anderem Auftritte mit dem Orchestre National de Lyon, dem NHK Symphony Orchestra, dem Finnish Radio Symphony Orchestra sowie eine ausgedehnte Tournee mit der Accademia Bizantina und Ottavio Dantone.

Zahlreiche Aufnahmen aus ihrer umfangreicher Diskografie wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, so etwa mit dem ›Diaspon d’Or‹ 2005. Sie hat auch Musik aus den Bereichen Weltmusik, Jazz und Pop eingespielt, darunter ihr aktuelles Projekt ›The Peasant Girl‹ gemeinsam dem Matthew Barley Ensemble.

Viktoria Mullova musiziert auf der Stradivari ›Jules Falk‹ aus dem Jahr 1723 oder auf einem Instrument von Guadagnini.  (Stand 2012, Quelle: KuenstlerSekretariat am Gasteig)

 

Gidon Kremer

In den mehr als 35 Jahren seiner Karriere hat Gidon Kremer, 1947 in Riga geboren, seinen Ruf als Persönlichkeit singulären Formats etabliert – nicht nur als Geiger von hohem internationalen Rang, sondern als Künstler besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist.

Im Alter von vier Jahren begann er Geige zu spielen, wurde 1965 Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und gewann u. a. den Tschaikowsky- sowie den Paganini- Wettbewerb. Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht.

Im Jahre 1981 gründete er das Lockenhaus Kammermusikfestival (Österreich), das jährlich in der ersten Juli-Hälfte stattfindet. 1997 rief er die Kremerata Baltica ins Leben, ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen, hochtalentierten, baltischen Musikern besteht. Gemeinsam mit diesem Orchester konzertiert er seitdem regelmäßig bei weltbekannten Musikfestivals und in großen Konzerthallen.

Die Einspielung ›After Mozart‹ von Gidon Kremer und der Kremerata Baltica erhielt 2002 den Grammy Award und wurde mit einem ECHO ausgezeichnet. Kremer hat mit allen bedeutenden Orchestern der Alten und Neuen Welt musiziert und mit den größten Dirigenten unserer Zeit über 100 Aufnahmen eingespielt, die teilweise neue Maßstäbe der Interpretation setzten und mit Schallplattenpreisen hohen Ranges ausgezeichnet wurden. Über 100 CDs sind inzwischen unter verschiedenen Labels aufgenommen worden.

Gidon Kremers umfangreiches Repertoire umfasst neben den Meisterwerken der Klassik und der Romantik Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Zeitgenössischen Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Luigi Nono, Giya Kancheli und Aribert Reimann widmete er besondere Aufmerksamkeit.

In den Jahren 2002–2006 war Gidon Kremer künstlerischer Leiter des Baseler Festivals ›les muséiques‹.

Er spielt auf einer ›Nicola Amati‹ aus dem Jahre 1641.  (Stand 2009, Quelle: Impresariat Simmenauer)