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Jury 2012

 

Agnieszka Duczmal


Agnieszka Duczmal wurde in einer Familie mit musikalischer Tradition geboren und studierte Dirigieren bei Prof. Witold Krzemiński an der Staatlichen Hochschule für Musik in Poznań, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Nach ihrem Abschluss war sie Assistentin des Dirigenten in der Staatsphilharmonie, später Dirigentin in der Oper von Poznań. Noch als Studentin gründete sie im Jahre 1968 ein Kammerorchester, das 1977 zum Kammerorchester des Polnischen Rundfunks umgewandelt wurde und seit 1988 als ›Amadeus Chamber Orchestra of the Polish Radio‹ auftritt. Seit seiner Gründung wurde das Orchester von Agnieszka Duczmal als Managerin und Künstlerischer Leiterin geführt.

1970 gewann Duczmal den Ersten Preis für Dirigenten beim Nationalen Wettbewerb in Katowice. Im Jahre 1976 wurden ihr und ihrem Orchester die Herbert von Karajan Silbermedaille beim Internationalen Treffen Junger Orchester in Westberlin verliehen. Unter der Schirmherrschaft der UNESCO und des italienischen Präsidenten wurde Agnieszka Duczmal 1982 der ›la donna del mondo‹ (Woman of the World) Preis für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und soziales Engagement verliehen. Duczmal war außerdem die erste Frau, die in der Mailänder Scala dirigierte.

Mit dem Amadeus Chamber Orchestra hat Agnieszka Duczmal Konzerte in fast allen Europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika und Asien in den renommiertesten Konzertsälen gegeben. Sie trat mit berühmten Solisten auf und machte zahlreiche Tonaufnahmen in Großbritannien, Italien, Deutschland, Kanada und Brasilien. Außerdem kooperiert Agnieszka Duczmal mit Medien weltweit, u. a. mit dem NDR, dem WDR, dem SFB, dem BBC in London, dem CBC in Montreal und dem mexikanischen und dem französischen Fernsehen.

Im Mai 2012 war Agnieszka Duczmal Vorsitzende der Internationalen Jury beim Semifinale und Jurymitglied beim Finale des Wettbewerbs ›Eurovision Young Musicians 2012‹ in Wien.  (Stand 2012, Quelle: Agnieszka Duczmal)

 

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Koichiro Harada

Koichiro Harada wurde 1945 geboren und studierte Violine, Kammermusik sowie Orchesterleitung an der Toho Gakuen School of Music und an der Juilliard School of Music bei Hideo Saito, Kazuyoshi Akiyama, Dorothy DeLay und Ivan Galamian.

1969 gründete Harada das renommierte Tokyo String Quartet, bei dem er zwölf Jahre lang die erste Geige spielte. Durch seine kammermusikalischen Engagements konzertierte er an solch prestigeträchtigen Spielstätten wie dem Lincoln Center oder dem John F. Kennedy Center for the Performing Arts. Hoch gelobt für sein Talent, seine Technik und Musikalität, begann er bald darauf, an bedeutenden Musikinstituten wie z. B. der Cleveland Conservatory oder dem Aspen Music Festival zu unterrichten.

Harada kehrte 1983 nach Tokio zurück und gründete seitdem etliche bedeutende Kammermusikensembles, u. a. NADA und das Mito Quartet. Er hatte Engagements bei zahlreichen Musikfestivals wie dem Aspen Music Festival, dem Nagano-Aspen Music Festival, der Ishikawa Music Academy oder dem Kurashiki Festival.

Auch als Dirigent renommiert, leitet Koichi Harada regelmäßig Orchester wie das New Japan Philharmonic, Osaka Philharmonic Orchestra, Hiroshima Symphony Orchestra, Sapporo Symphony Orchestra, Kyoto Symphony Orchestra, Tokyo Philharmonic Orchestra, Orchestra Ensemble Kanazawa, Kyushu Symphony Orchestra, Kioi Sinfonietta Tokyo und viele andere.

Neben seinen Konzertaktivitäten ist Harada Professor an der Toho Gakuen School of Music und wird zu zahlreichen internationalen Wettbewerben als Jurymitglied eingeladen: Concours Music International Reine Elisabeth de Belgique, International Violin Competition of Indianapolis, Concorso Internazionale Di Violino ›Premio N. Paganini‹ und Concours International de Violin ›Henryk Wieniawski‹. Im Jahre 2005 war er Jurypräsident beim Concours International Long-Thibaud.  (Stand 2012, Quelle: Koichiro Harada)

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Matthias Ilkenhans1

Matthias Ilkenhans, 1968 in Frankfurt/Main geboren und in Bad Homburg aufgewachsen, studierte zunächst Orchestermusik mit Hauptfach Violine in Stuttgart, Saarbrücken und München. Es folgte ein Studium im Fach Kulturmanagement an der Universität Hagen. Zunächst als Geiger, später als Projektmanager, gehörte er von 1994 bis 2000 zum Ensemble der Jungen Deutschen Philharmonie in Frankfurt. Nach einem Jahr als Projektmanager beim Münchener Kammerorchester kehrte er 2001 als Geschäftsführer zur Jungen Deutschen Philharmonie zurück. Seit der Konzertsaison 2004/2005 ist Matthias Ilkenhans Leiter der NDR Radiophilharmonie des NDR.  (Stand 2012, Quelle: NDR)

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Hyo Kang

Hyo Kang blickt auf eine blühende und vielfältige dreißigjährige Karriere als Geiger, Dozent und Künstlerischer Leiter zurück. Mit seinen zahlreichen internationalen Konzerttourneen gastierte er bereits in den USA, Europa, Asien, Kanada und Mittelamerika. Als langjähriges Mitglied der renommierten Theater Chamber Players des Kennedy Center in Washington, D. C. spielte er die amerikanischen Erstaufführungen zahlreicher Werke.

Hyo Kang ist Dozent für Violine an der Juilliard School seit 1978 sowie an der Yale School of Music seit 2006. Seine Schüler erhielten Höchstauszeichnungen bei den angesehensten Wettbewerben der Welt und konzertieren weltweit mit bedeutenden Orchestern. Zu Hyo Kangs ehemaligen Schülern gehören neben vielen anderen Gil Shaham, Sarah Chang und Chee-Yun.

Hyo Kang wurde in Seoul, Korea, geboren und absolvierte ein Studium an der Juilliard School bei Dorothy DeLay. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Sejong Soloists und gründete ebenfalls das Great Mountains International Music Festival in Pyeong Chang, Südkorea, das er als Künstlerischer Leiter von 2004 bis 2010 betreute. Im Jahre 2003 wurde er von der koreanischen Regierung mit der Nationalen Medaille der Künste für seinen Beitrag zum künstlerischen Leben des Landes ausgezeichnet und 2010 mit dem Daewon Music Awards Grand Prize – der angesehensten Musikauszeichnung in Korea – geehrt.  (Stand 2012, Quelle: Hyo Kang)

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Boris Kuschnir

Boris Kuschnir, geboren 1948 in Kiew, studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium Geige bei Boris Belenkij und Kammermusik bei Valentin Berlinskij (Borodin Quartett). Nachhaltigen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten seine wiederholten Begegnungen mit Dmitri Schostakowitsch und David Oistrach.

Boris Kuschnir war Gründungsmitglied des ›Moskau Streichquartetts‹, mit dem er neun Jahre lang musizierte. Außerdem hat er das Wiener Schubert Trio und das Wiener Brahms Trio gegründet und zahlreiche CD-Aufnahmen für Labels wie EMI, Naxos und Nimbus Records eingespielt.

Er gewann zahlreiche Preise bei internationalen Geigen- und Kammermusikwettbewerben (Paris, Belgrad, Sion, Trapani, Bratislava, Florenz, Triest, Hamburg). Seit 2003 ist er auch Mitglied des Kopelman Quartetts.

Boris Kuschnir ist Professor an der Musikuniversität in Graz sowie an der ›Privatuniversität Konservatorium Wien‹. Sein ausgezeichneter Ruf als Lehrer fand internationale Anerkennung mit den großen Erfolgen seiner Schüler, insbesondere Julian Rachlin, Nikolaj Znaider, Lorenzo Gatto, Lidia Baich, Dalibor Karvay und Alexandra Soumm. Boris Kuschnir ist auch immer wieder als Dozent von Meisterklassen sowie Jurymitglied internationaler Wettbewerbe (wie Queen Elizabeth Competition in Brüssel, Tchaikovsky Wettbewerb in Moskau, Internationaler Violinwettbewerb in Indianapolis, Nicolo Paganini Wettbewerb in Genua, Jacques Thibaud Wettbewerb in Paris) tätig.

2008 bekam Boris Kuschnir das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Er spielt auf einem Meisterinstrument von Antonio Stradivari (La Rouse-Boughton, Cremona, 1698), die ihm 1991 in Anerkennung seiner künstlerischen Leistung von der Österreichischen Nationalbank verliehen wurde.  (Stand 2012, Quelle: Boris Kuschnir)

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Francesco Manara

Francesco Manara absolvierte ein Studium am Conservatorio ›G. Verdi‹, Turin, das er 1990 summa cum laude abschloss. Anschließend erhielt er ein Stipendium der ›De Sono Associazione per la Musica‹ und setzte sein Studium mit Giuseppe Prencipe, Franco Gulli, Ruggiero Ricci, Stefan Gheorghiu, und Hermann Krebbers in Amsterdam fort. Außerdem absolvierte er ein Studium der Kammermusik an der ›Scuola Superiore Internazionale del Trio di Trieste‹ ebenfalls mit Auszeichnung.

Seine Preise bei zahlreichen bedeutenden Musikwettbewerben legten den Grundstein für eine glänzende Solokarriere. Manara hat bereits mit rund hundert Orchestern konzertiert. Inzwischen wird Manara häufig als Jurymitglied zu bedeutenden internationalen Musikwettbewerben wie dem Romanini Wettbewerb in Brescia oder dem Paganini Wettbewerb in Genua eingeladen.

Im Jahr 1992 ernannte ihn Riccardo Muti zum Konzertmeister des Orchestra del Teatro alla Scala und des Orchestra Filarmonica della Scala, mit denen er regelmäßig unter renommierten Dirigenten spielt. Außerdem konzertiert er regelmäßig weltweit mit dem Streichquartett ›Quartetto d’archi della Scala‹, bei dem er seit 2001 die erste Geige spielt. Das Quartett machte Tonaufnahmen für Foné, für das Magazin ›Amadeus‹ sowie für die Labels Concerto und Decca.

Manara produzierte zahlreiche Tonaufnahmen, bei denen er u. a. mit Danilo Rossi, dem La Scala Philharmonic Orchestra unter Riccardo Muti, den Cameristi della Scala u. v. a. zusammenarbeitete.

Francesco Manara unterrichtet am Teatro alla Scala ›Accademia di Perfezionamento‹ und an der Scuola Musicale di Milano. Er gibt Meisterkurse weltweit und Orchesterworkshops an Italiens bedeutendsten Musikinstituten.

Er spielt eine Giovanni Battista Guadagnini-Geige aus dem Jahr 1773.  (Stand 2012, Quelle: Francesco Manara)

 

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Mihaela Martin

Die gebürtige Rumänin Mihaela Martin zählt zu den herausragendsten Violin-Virtuosen ihrer Generation. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie von ihrem Vater ihren ersten Geigenunterricht. Später studierte sie bei Prof. Stefan Gheorghiu, einem Schüler von George Enescu und David Oistrach.

Mihaela Martin hat zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen. Mit 19 Jahren wurde sie mit dem Zweiten Preis beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau ausgezeichnet, worauf weitere Hauptpreise in Montreal, Sion und Brüssel folgten. Die Auszeichnung mit dem Ersten Preis beim 1. Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis war der Beginn ihrer internationalen Karriere. Ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York wurde von der New York Times als »eines der erstaunlichsten Konzertdebüts des Jahres« betitelt.

Mihaela Martin ist eine gefragte Solistin, die über ein großes Repertoire verfügt. Zu den wichtigsten Orchestern, mit denen sie konzertierte, zählen: BBC Symphony, Royal Philharmonic, Montreal Symphony, Mozarteum Salzburg, Gewandhaus Leipzig und Hollywood Bowl unter Dirigenten wie Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi. Bekannt vor allem für ihre Musikalität und ihre intellektuellen Qualitäten wird sie regelmäßig zu Kammermusikfestivals auf der ganzen Welt eingeladen. Dort musiziert sie mit Marta Argerich, Yuri Bashmet, Elisabeth Leonskaja, Nobuko Imai, Leon Fleischer und Menahem Pressler, um nur einige ihrer Kammermusikpartner zu nennen. Mihaela Martin hat mehrere CDs produziert, die sowohl im Radio als auch im Fernsehen gesendet werden. Sie ist Geigerin des Michelangelo Streichquartetts, das sie 2003 zusammen mit Stephan Picard, Nobuko Imai und Frans Helmerson gründete.

Mihaela Martin ist Professorin an der Musikhochschule Köln und an der Haute École de Musique in Genf und gibt Meisterkurse auf der ganzen Welt. Regelmäßig wird sie als Jurorin großer internationaler Wettbewerbe eingeladen, darunter Queen Elisabeth (Belgien), Indianapolis (USA), Enescu (Rumänien) und Tschaikowsky (Russland).

Mihaela Martin spielt eine Geige aus dem Jahre 1748 von Giovanni Battista Guadagnini.  (Stand 2012, Quelle: Mihaela Martin)

 

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György Pauk

György Pauk wurde in Budapest, Ungarn, geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung an der Franz Liszt Akademie. Er gewann unter anderem den Ersten Preis des Paganini Wettbewerbs in Genua, den Ersten Grand Prix des Jacques Thibaud Wettbewerbs in Paris sowie den Ersten Preis beim Munich Sonata Competition (mit Peter Frankl).

Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Orchestern in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Leonard Slatkin, Lorin Maazel und Sir Simon Rattle. György Pauk spielt Uraufführungen und landesweite Erstaufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten und ist ein gefragter Solist bei den BBC Promenade Concerts und internationalen Festivals weltweit. Außerdem konzertiert er gemeinsam mit Peter Frankl und Ralph Kirschbaum als Trio. Für seine zahlreichen Tonaufnahmen erhielt György Pauk den ›Release of the Year Gramophone Award‹ und eine Grammy-Nominierung.

Er ist Professor an der Royal Academy of Music in London und gibt Meisterkurse weltweit. Er wird häufig als Jurymitglied zu führenden internationalen Musikwettbewerben eingeladen. Seit 2007 widmet er sich der Förderung junger hochbegabter Violinisten.

György Pauk spielt die Massart Stradivarius aus dem Jahr 1714.  (Stand 2012, Quelle: György Pauk)

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Cornelia Schmid1

Cornelia Schmid trat 1986 nach Abschluss des Studiums der Anglistik und Germanistik mit dem Magister Artium an den Universitäten Bonn und Harvard im Alter von 28 Jahren in die von ihrem Vater Hans Ulrich Schmid gegründeten Konzertdirektion Schmid ein. Erste Erfahrungen im Musikbusiness sammelte sie beim Tanglewood Music Festival und als Praktikantin bei den New Yorker Philharmonikern, später dann bei Harold Holt in London und Interartists in Amsterdam.

Sie begann ihre Tätigkeit in der Konzertdirektion im Bereich der Künstlervermittlung. Zu den ersten von ihr betreuten Künstlern zählten unter anderem Jorge Bolet, Dmitry Sitkovetsky, Lynn Harrell, Håkan Hardenberger, Marek Janowski, Leonard Slatkin und David Zinman.

1989 wechselte Cornelia Schmid in die Geschäftsführung, 1994 übernahm sie die Gesamtleitung der Firma als Präsidentin. Sie ist außerdem Mitinhaberin von Pro Musica in Hannover sowie der Frankfurter Konzertdirektion und der Firma First Classics in München.

Mit über 30 Mitarbeitern, um die 40 Orchestertourneen pro Saison, an die 70 Künstlervertretungen, einer eigenen PR-Abteilung in Berlin und einem Londoner Büro hat sich die Konzertdirektion Schmid von einem traditionsreichen, sehr persönlich geführten Familienunternehmen zu einer mittelständischen Firma mit einem weltweiten Netzwerk von Kontakten entwickelt.

Ehrenamtlich arbeitet Cornelia Schmid im Vorstand der Gartow-Stiftung, die sich der Unterstützung des St. Petersburger Konservatoriums und der Spezialmusikschule widmet und ist Erste Vorsitzende der Kammermusikgemeinde Hannover.  (Stand 2012, Quelle: Konzertdirektion Schmid)

 

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Ulf Schneider

Ulf Schneider, geboren 1968, studierte in Hannover, New York und Berlin bei Jens Ellermann, Felix Galimir, Masao Kawasaki und Thomas Zehetmair. Weitere künstlerische Impulse von Hatto Beyerle, Nicolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington und Max Rostal bereicherten und prägten seine Studienzeit.

1991 gründete er zusammen mit Eckart Heiligers und Martin Löhr das Trio Jean Paul, das bei den internationalen Kammermusikwettbewerben in Osaka (1993) und Melbourne (1995) sowie im selben Jahr beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn jeweils mit ersten Preisen und zahlreichen Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Ulf Schneider war zudem Mitglied des Zehetmair-Quartetts und ist Mitgründer des Bartholdy-Streichquintetts.

Eine umfangreiche internationale Konzerttätigkeit führt ihn regelmäßig durch Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien und zu bekannten Festivals wie dem Rheingau Festival, der Schubertiade Hohenems, dem Kissinger Sommer, den Festivals in Edinburgh, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigsburg, Schwetzingen, Luzern, Heidelberg und vielen mehr. 

Ulf Schneider unterrichtete zunächst als Professor an der Musikhochschule in Detmold, bevor er 2001 an die Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover berufen wurde. Er ist regelmäßig als Juror bei internationalen Wettbewerben tätig.  (Stand 2012, Quelle: Ulf Schneider)

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Lina Yu

Die renommierte chinesische Geigerin Lina Yu machte sich im Alter von 18 Jahren in kürzester Zeit einen Namen, als sie die Uraufführung des Violinkonzerts ›Die Liebe der Schmetterlinge‹ spielte. Seitdem hat sie zahlreiche Aufnahmen dieses Konzerts mit verschiedenen Orchestern wie dem BBC Concert Orchestra, dem Russischen Philharmonieorchester oder dem Shanghai Sinfonieorchester eingespielt.

Seit sie erstmals öffentliche Aufmerksamkeit erfuhr, wurde Lina Yu immer wieder engagiert, Uraufführungen zahlreicher Werke von verschiedenen Komponisten zu spielen und sie ist häufig für ihre herausragenden Darbietungen ausgezeichnet worden. Unter ihrer Leitung nahm 1960 das erste chinesische Streichquartett erfolgreich am 2. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb Berlin teil und gewann dort einen Preis. Sie konzertiert regelmäßig als Kammermusikerin und Solistin mit Orchestern in den USA, in Kanada, Russland, Großbritannien, Deutschland, Japan, Australien und China. 

1962 wurde Lina Yu ins Kollegium der Shanghai Conservatory of Music berufen, an dem sie momentan als Dekanin des Violin- und Viola-Fachbereichs sowie als Professorin für Violine tätig ist. Viele ihrer Studenten sind Preisträger der Internationalen Paganini, Menuhin, Tschaikowsky, Wieniawski, Sendai, Lipizer und Sibelius Violinwettbewerbe. Professor Yu absolviert regelmäßig Gastauftritte bei bedeutenden Fernseh- und Radiosendern weltweit. Sie wirkte auch in einigen Dokumentarfilmen mit, u. a. in ›Passion for Life, Yu Lina‹ – eine dreistündige Dokumentation über ihr Leben aus dem Jahr 2001.

Professor Yu gibt regelmäßig Meisterkurse in den USA, in Kanada, Israel, Australien, Japan und China. Sie war Jurymitglied bei zahlreichen prestigeträchtigen internationalen Violinwettbewerben wie dem Internationalen Tschaikowsky Violinwettbewerb in Moskau 1998 und 2007, dem Internationalen Wieniawski Violinwettbewerb in Poznań 2006 sowie bei vielen anderen internationalen Violinwettbewerben in Deutschland, Italien, Österreich, Dänemark, Südafrika, Japan, Südkorea und ihrem Heimatland China.

Um junge hochbegabte Geiger zu fördern, gründete Professor Yu 1993 die Yu Lina Violin Foundation.  (Stand 2012, Quelle: Lina Yu)

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Krzysztof Wegrzyn2

Der künstlerische Leiter des ›Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover‹, Krzysztof Wegrzyn, ist zugleich der Initiator dieses herausragenden Musikereignisses in Niedersachsen. Krzysztof Wegrzyn wurde in Danzig geboren und absolvierte seine Ausbildung in Warschau, Freiburg im Breisgau und London. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er durch die Zusammenarbeit mit Zenon Brzewski, Wolfgang Marschner, Yfrah Neaman und Dorothy DeLay. 

Krzysztof Wegrzyn war langjähriger Erster Konzertmeister des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und ist seit 1993 Professor und seit 2012 auch Vizepräsident an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seine Geigenklasse ist weit über nationale Grenzen hinaus bekannt, viele seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und Mitglieder führender Orchester.

Krzysztof Wegrzyn ist selbst Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe wie Louis Spohr und Montreal sowie Sieger der Karol Szymanowski- und Rodolfo Lipizer-Violinwettbewerbe. Noch heute führen ihn Konzertauftritte regelmäßig ins In- und Ausland, wobei er neben dem Standardrepertoire besondere Verdienste um die Werke von zeitgenössischen Komponisten wie Lutoslawski, Ligeti, Nono, Schnittke, Pärt und Penderecki erworben hat.

Die Leitung von Meisterklassen in Europa, den USA und Asien ist ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerisch-pädagogischen Arbeit, u. a. in Holland Music Sessions, Ishikawa Music Academy, Keshet Eilon, Great Mountains Music Festival sowie Konservatorien in Seoul, Shanghai, New York und Tokio. Darüber hinaus wird Krzysztof Wegrzyn regelmäßig in internationale Jurys berufen, wie zuletzt zu den Tschaikowski-, Kreisler-, Paganini-, ARD- und Sendai-Wettbewerben.

Seit vielen Jahren engagiert er sich für die Kammermusik und ist Gründer des Ensembles ›il gioco col suono‹. 2004 wurde Krzysztof Wegrzyn der Musikpreis des Landes Niedersachsen für seine Verdienste um das Musikleben verliehen.  (Stand 2012)

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1nur im Finale
2Vorsitzender der Jury, ohne Stimmrecht