Jury des Wettbewerbs

Die Sopranistin Juliane Banse wird 2024 den Juryvorsitz übernehmen und gemeinsam mit den Geiger*innen Lorenza Borrani, Ana Chumachenco, Ning Feng, Liza Ferschtman, Gerhard Schulz, der Bratschistin Kim Kashkashian sowie dem Pianisten Robert Levin und dem Dirigenten Stephan Zilias die Bewertungen vornehmen.

Im Hinblick auf die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten für Violinist*innen hat die künstlerische Leitung, Antje Weithaas und Oliver Wille, die Zusammensetzung der Jury bereits 2021 verändert. Die Wettbewerbsjury setzt sich seitdem sowohl aus Violinist*innen als auch aus Persönlichkeiten aus dem sonstigen Konzertleben zusammen. Die künstlerische Leitung ist Gastgeber des Wettbewerbs und gehört keiner Jury an.
Tisch, auf dem die Bewertungsunterlagen der Jury liegen

Jury 2024

Porträt der Juryvorsitzenden Juliane Banse
Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München.

Seitdem ist sie weltweit auf Opern- und Konzertbühnen unterwegs, meist in Zusammenarbeit mit den berühmten Dirigent*innen unserer Zeit wie u. a. Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Marin Alsop, Zubin Mehta und Manfred Honeck. Aber auch Kammermusik und Liederabende nehmen einen hohen Stellenwert in ihrem Kalender ein. Inzwischen gibt sie ihr Wissen auch an die jüngere Generation weiter: Seit dem Wintersemester 2020/2021 unterrichtet sie als Professorin am Mozarteum in Salzburg, außerdem leitet sie international Meisterkurse. Bei Wettbewerben im In- und Ausland ist sie ein gefragtes Jury-Mitglied.

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Porträt der Jurorin Lorenza Borrani
Als Leiterin des Chamber Orchestra of Europe und Gründungsmitglied des Projekts „Spira mirabilis“ konzertiert die florentinische Geigerin Lorenza Borrani als Dirigentin, Solistin und Kammermusikerin in den wichtigsten Sälen Europas und der Welt in Zusammenarbeit mit Ensembles wie dem Norwegischen Kammerorchester, dem Freiburger Barockorchester, dem Australischen Kammerorchester, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre de Paris, dem Schottischen Kammerorchester, dem Schwedischen Kammerorchester und vielen anderen. Sie ist künstlerische Partnerin der Västerås Sinfonietta und des Norwegian Arctic Philharmonic Orchestra. Als Solistin hat sie mit Dirigenten wie C. Abbado, T. Pinnock, Y. N. Seguin und B. Haitink zusammengearbeitet.

Zusammen mit ihren engsten musikalischen Partner*innen arbeitet sie mit großer Leidenschaft an Kammermusikprojekten. Die Aufnahme des gesamten Zyklus der Mozart-Streichquintette mit ihrem Ensemble „Spunicunifait“ wird demnächst bei Alpha erscheinen. Sie unterrichtet an der Scuola di Musica di Fiesole und ist Gastprofessorin an der Royal Academy of Music in London.
Porträt der Jurorin Ana Chumachenco
In Italien geboren und in Argentinien aufgewachsen begann Ana Chumachenco im Alter von vier Jahren mit dem Geigenunterricht – erst bei ihrem Vater, der selber aus der Schule von Leopold Auer stammt, und später bei Ljerko Spiller in Buenos Aires. Nachdem sie in sehr jungen Jahren bereits eine bemerkenswerte Karriere in Argentinien begonnen hatte, kehrte sie im Alter von 17 Jahren nach Europa zurück, um ihre Studien bei Joseph Szigeti, Sándor Végh und Yehudi Menuhin fortzusetzen.

Neben ihren Auftritten in Rezitalen und als Solistin mit einigen der größten Orchester hat sich Ana Chumachenco intensiv der Kammermusik gewidmet. So bildete sie mit dem Bratschisten Osca Lysy und dem Cellisten Walter Nothas über 20 Jahre das Münchner Streichtrio.

An der Musikhochschule in München hatte Ana Chumachenco viele Jahre einen Lehrstuhl für Violine inne. Chumachenco erscheint regelmäßig als Jury-Mitglied bei vielen angesehenen Violin-Wettbewerben, darunter der internationale Königin-Elisabeth-Wettbewerb und der internationale Jean Sibelius-Violinwettbewerb in Helsinki.
Porträt des Jurors Ning Feng
Ning Feng ist ein international anerkannter Künstler von beeindruckender Lyrik, angeborener Musikalität und erstaunlicher Virtuosität. Ning Feng ist in den USA und in Europa mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem Minnesota Orchestra aufgetreten. Außerdem tritt er regelmäßig mit den renommiertesten europäischen Orchestern auf, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Frankfurter Radiosymphonieorchester, das Helsinki Philharmonic Orchestra, das Radiosymphonieorchester Wien, das London Philharmonic Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra und das Bournemouth Symphony Orchestra.

In China genießt Ning Feng höchstes Ansehen und tritt mit allen großen chinesischen Orchestern, in Rezitalen und regelmäßig mit internationalen Gastorchestern, wie dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer, auf. In den Jahren 2023 und 2024 ist er Artist-in-Residence am NCPA Beijing, wo er Mozarts fünf Violinkonzerte sowie die gesamten Solosonaten und Partiten von Bach aufführt.

Der in Chengdu, China, geborene Ning Feng studierte am Sichuan Conservatory of Music bei Weimin Hu, an der Hochschule für Musik Hanns Eisler (Berlin) bei Antje Weithaas und an der Royal Academy of Music (London) bei Hu Kun. Ning Feng lebt in Berlin und ist Professor für Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Er leitet den internationalen Lehrstuhl für Violine am Royal Northern College of Music in Manchester.

Mehr erfahren unter https://www.ning-feng.com
Porträt der Jurorin Liza Ferschtman
Die niederländische Geigerin Liza Ferschtman ist bekannt für ihre leidenschaftlichen Auftritte, interessanten Programme und ihre Publikumsnähe. Als Tochter russischer Musiker*innen wuchs Liza Ferschtman stets von Musik umgeben auf. Einer ihrer ersten großen Einflüsse war der Geiger Philipp Hirschhorn, ein enger Freund der Familie.

Ihre formale Ausbildung erhielt sie von Herman Krebbers am Amsterdamer Konservatorium, von Ida Kavafian am Curtis Institute in Philadelphia und von David Takeno in London. Im Jahr 2006 erhielt sie die höchste Auszeichnung, die in den Niederlanden an Musiker*innen vergeben wird, den Dutch Music Award.

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Porträt der Jurorin Kim Kashkashian
Für ihre Arbeit als Künstlerin, Pädagogin und Aufnahmetechnikerin ist Kim Kashkashian weltweit anerkannt. 2013 wurde sie für ihre Einspielung von Ligeti- und Kurtag-Werken für Viola solo mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Im Jahr 2016 wurde sie zum Fellow der American Academy of Arts and Sciences gewählt und 2020 zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music ernannt.

Als Solistin ist Kashkashian mit den Orchestern von Berlin, London, Wien, Mailand, New York und Cleveland aufgetreten. Sie konzertierte unter anderem in den großen Sälen von Berlin, München, Tokio, Athen, London und New York.

Sie unterrichtet Kammermusik und Bratsche am New England Conservatory of Music und ist Gründerin und künstlerische Leiterin von Music for Food, einer von Musiker*innen geleiteten Hungerhilfe-Initiative.

Mehr erfahren unter https://www.kimkashkashian.com
Porträt des Jurors Robert Levin
Der amerikanische Pianist Robert Levin konzertiert weltweit. Seine Wiederbelebung der Praxis der improvisierten Kadenzen und Verzierungen in der Wiener Klassik ist weltweit anerkannt. Als leidenschaftlicher Verfechter der neuen Musik hat Robert Levin zahlreiche Aufträge und Urauf­führungen bestritten.

Seine aktive Tätigkeit als Kammermusiker umfaßt eine lange Zusammenarbeit mit der Bratschistin Kim Kash­kash­ian und ein Duo mit seiner Frau, der Pianistin Ya-Fei Chuang. Neben seiner Konzerttätigkeit ist Robert Levin Musiktheoretiker und Mozart­forscher.

Robert Levin ist Künstlerischer Direktor des Musikfestes Sarasota/FL, Präsident des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs und Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. Von 1993 bis 2014 war er Dwight P. Robinson Jr. Professor für Geisteswissenschaften an der Harvard University. Er ist Gastprofessor an der Juilliard School, der Guildhall School of Music and Drama und die Sibelius Academy.
Porträt des Jurors Gerhard Schulz
Gerhard Schulz wurde 1951 in Linz an der Donau geboren und studierte mit Franz Samohyl in Wien, Sandor Vegh in Düsseldorf und Shmuel Ashkenasi in den USA.

Er war Gründungsmitglied des Salzburger Streichtrios, des Schulz-Ensembles und erster Geiger des Düsseldorfer Streichquartetts. Als Mitglied des weltberühmten Alban Berg Quartetts spielte er über 30 Jahre lang in den bedeutendsten Musikzentren der Welt. Nachdem das ABQ seine Konzerttätigkeit im Sommer 2008 beendete, gründete Schulz das Waldstein Ensemble. Im November 2009 debütierte er als Dirigent mit dem Copenhagen Philharmonic Orchestra.

Von 1980 bis 2019 unterrichtete Gerhard Schulz als Professor für Violine an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Von 1993 bis 2012 war er Gastprofessor für Kammermusik an der Musikhochschule Köln und von 2012 bis 2016 Professor für Kammermusik an der Musikhochschule in Stuttgart.
Porträt des Jurors Stephan Zilias
Stephan Zilias ist Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover. Er eröffnete die Spielzeit 2023/24 mit einer von der Kritik gefeierten Neuproduktion von „Parisfal“ und dirigiert später in der Spielzeit Reimanns „Lear“. Am Theater an der Wien gibt er sein Debüt mit einer Inszenierung von Knussens „Where the Wild Things Are“ und beim Savonlinna Festival in Finnland mit einer Inszenierung von „Lohengrin“.

Auf der symphonischen Bühne kuratiert Zilias zudem eine erfolgreiche Konzertreihe in Hannover und gibt in dieser Saison sein Debüt beim Netherland Radio Philharmonic. Er wird die NDR Radiophilharmonie für den Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb 2024 dirigieren. Zilias pflegt eine enge Beziehung zur Deutschen Oper Berlin und kehrt in dieser Saison für „Fidelio“ zurück, nachdem er zuvor bereits mehrfach als Gastdirigent eingeladen war.

Stephan Zilias studierte Klavier und Dirigieren in Köln, Düsseldorf und London und war später an der Oper Mainz, dem Theater Lüneburg und der Oper Bonn tätig. Im Jahr 2018 wurde Zilias zum Associate der Royal Academy of Music gewählt.

Mehr erfahren unter https://stephanzilias.com
Gruppenbild der Wettbewerbsjury 2021. Von links nach rechts: Zohrab Tadevosyan, Carolin Widmann, Donald Weilerstein, Andrew Manze, Suyoen Kim, Ana Chumachenco, Robert Levin, Ulf Wallin und Christine Schäfer <br/><br/><br/>

Bisherige Wettbewerbsjurys

Carolin Widmann (Leipzig), Juryvorsitz
Eleonore Büning (Berlin)
Ana Chumachenco* (Kronberg, Madrid)
Suyoen Kim (Berlin)
Robert Levin (Cambridge)
Andrew Manze* (Liverpool, Hannover)
Christine Schäfer (Berlin)
Zohrab Tadevosyan** (Madrid)
Ulf Wallin (Berlin)
Donald Weilerstein (Boston)
* ab der Semifinalrunde
** bis zur Semifinalrunde
Salvatore Accardo (Rom)
Andrej Bielow (Graz)
Masafumi Hori (Tokio)
Kyung Sun Lee (Seoul)
Silvia Marcovici (Graz)
Ulf Schneider (Hannover)
Vilmos Szabadi (Budapest)
Pavel Vernikov (Lyon)
Qian Zhou (Singapur)
Juryvorsitz ohne Stimmrecht:
Krzysztof Wegrzyn
Salvatore Accardo (Rom)
Rudolf Koelman (Winterthur)
Boris Kuschnir (Wien)
Silvia Marcovici (Straßburg)
Lucie Robert (New York)
Kaija Saarikettu (Helsinki)
Takashi Shimizu (Tokio)
Weidong Tong (Peking)
Ingolf Turban (München)
Juryvorsitzender ohne Stimmrecht:
Krzysztof Wegrzyn
Agnieszka Duczmal (Poznań)
Koichiro Harada (Tokio)
Matthias Ilkenhans* (Hannover)
Hyo Kang (New York)
Boris Kuschnir (Graz, Wien)
Francesco Manara (Mailand)
Mihaela Martin (Köln, Genf)
Gyorgy Pauk (London)
Cornelia Schmid* (Hannover)
Ulf Schneider (Hannover)
Lina Yu (Shanghai)
Juryvorsitzender ohne Stimmrecht:
Krzysztof Wegrzyn
* nur Finalrunde
Maurice Hasson (London)
Ulf Hoelscher (Karlsruhe)
Richard Jakoby* (Hannover)
Lewis Kaplan (New York)
Nam Yun Kim (Seoul)
Silvia Marcovici (Graz)
Itzhak Rashkovsky (London)
Marco Rizzi (Mannheim, Madrid)
Cornelia Schmid* (Hannover)
Takashi Shimizu (Tokio)
Josef Suk (Wien, Prag)
Juryvorsitzender ohne Stimmrecht:
Krzysztof Wegrzyn
*nur Finalrunde
Thomas Brandis (Lübeck, London)
Edward Grach (Moskau)
Matthias Ilkenhans* (Hannover)
Nam Yun Kim (Seoul)
Silvia Marcovici (Graz)
Sylvia Rosenberg (New York, London)
Tomotada Soh (London, Tokio, Osaka)
Pavel Vernikov (Fiesole)
Donald Weilerstein (Boston, New York)
Hans-Christian Wille (Braunschweig)
Juryvorsitzender ohne Stimmrecht:
Krzysztof Wegrzyn
*nur Finalrunde
Salvatore Accardo (Cremona)
Olivier Charlier (Paris)
Tatjana Grindenko (Moskau)
Tuomas Haapanen (Helsinki)
Nam Yun Kim (Seoul)
Takako Nishizaki (Howick/Neuseeland)
Edith Peinemann (Frankfurt)
Kurt Sassmannshaus (Cincinnati)
Antje Weithaas (Berlin)
Juryvorsitzender ohne Stimmrecht:
Krzysztof Wegrzyn
Dorothy DeLay** (New York)
Rosa Fain (Düsseldorf)
Michael Frischenschlager (Wien)
Tatjana Gridenko (Moskau)
Koichiro Harada (Tokio)
Ulf Hoelscher (Karlsruhe)
Nam Yun Kim (Seoul)
Herman Krebbers (Amsterdam)
Kurt Sassmannshaus (Cincinnati)
Krzysztof Wegrzyn (Hannover)
Wanda Wilkomirska (Heidelberg-Mannheim)
Juryvorsitzender ohne Stimmrecht:
Richard Jakoby
** Ehrenvorsitzende
Igor Bezrodny (Helsinki)
Dorothy DeLay (New York)
Jens Ellermann (Hannover)
Koichiro Harada (Tokio)
Richard Jakoby (Hannover)
Nam Yun Kim (Seoul)
Herman Krebbers (Amsterdam)
Igor Ozim (Köln, Bern)
Gyorgy Pauk (London)
Gérard Poulet (Paris)
Krzysztof Wegrzyn (Hannover)
Wanda Wilkomirska (Heidelberg, Mannheim)
Salvatore Accardo (Rom)
Dorothy DeLay (New York)
Jens Ellermann (Hannover)
Michael Frischenschlager (Wien)
Ryutaro Iwabuchi (Kyoto)
Richard Jakoby (Hannover)
Yfrah Neaman (London)
Igor Ozim (Köln, Bern)
Gérard Poulet (Paris)
Henry Roth (Los Angeles)
Victor Tretjakow (München)
Krzysztof Wegrzyn (Hannover)
Salvatore Accardo (Rom)
Pierre Amoyal (Lausanne)
Dorothy DeLay (New York)
Richard Jakoby (Hannover)
Wolfgang Marschner (Freiburg)
Yfrah Neaman (London)
Ruggiero Ricci (Salzburg)
Leon Spierer (Berlin)
Victor Tretjakow (München)
Krzysztof Wegrzyn (Hannover)
Joseph
Joachim